Kurzfassung des Fluglärmberichtes 2017 vom Umweltbundesamt (als PDF)

 

Medien- und Politik-Info Bürger gegen Fluglärm zur anstehenden Novellierung des Fluglärmgesetzes                                                         Datum der PM: 20.08.2017

Die Bürger gegen Fluglärm begrüßen die im Anhang beigefügte Stellungnahme des Umwelt-bundesamtes zur Novellierung des Fluglärmgesetzes ausdrücklich. In diesem Bericht heißt es in der Zusammenfassung auf S.11 unter anderem:

Um das bisherige Lärmschutzniveau beizubehalten, empfiehlt das UBA unter Berücksichti-gung der aktuellen Erkenntnisse der Lärmwirkungsforschung gleichzeitig die Schutzzonen-Grenzwerte um 2 dB(A) abzusenken.“

Dies bedeutet, dass sich Nachtflüge nicht mehr lohnen, weil der Flughafen für den passiven Schallschutz so viel Geld ausgeben muss, dass die Gebühren für Nachtflüge stark steigen. Damit wird der Flughafen DUS für die reinen Billigflieger unattraktiver. Diese verärgern mit eingeplanten Verspätungen, Billiglöhnen und Umweltdumping Passagiere und Anwohner.

Die Bürger gegen Fluglärm fordern aber nicht nur eine Senkung des Grenzwertes für den nicht hörbaren, berechneten Dauerschallpegel, sondern auch eine Absenkung der Grenzwerte für Einzelschallereignisse in der Nacht. So müsste eine neu zu bildende sog. „umhüllende Kurve“ für 8 x 69 dB(A) und 13 x 65 dB(A) L(max) die Anwohner schützen.

Das Umweltbundesamt geht jedoch noch weiter und fordert mit Blick auf den §29b des Luft-Verkehrsgesetzes („auf die Nachtruhe der Bevölkerung ist in besonderem Maße Rücksicht zu nehmen“) ganz deutlich :

„..sollte.. während der Nachtzeit von 22:00 bis 6:00 Uhr aus Gründen des präventiven Gesundheitsschutzes kein regulärer Flugbetrieb auf stadtnahen Flughäfen stattfinden.“

Da der Flughafen Düsseldorf unzweifelhaft zu diesen „stadtnahen Flughäfen“ gehört, derzeit aber die Regularien für den Nachtflug weit laxer sind als am viel größeren Flughafen Frank-furt, der zudem anders als DUS noch reine Frachtflüge abwickelt, ist die Landesregierung in der Pflicht, endlich die Hunderttausende von Anwohnern zu schützen. Angesichts der Jahr für Jahr steigenden Zahlen der Nachtflüge ist dies mehr als überfällig.

Das UBA resümiert: „Dabei müssen alle Möglichkeiten zur Fluglärmminderung soweit wie möglich ausgeschöpft werden.

Die Bürger gegen Fluglärm fordern schon seit Jahren, endlich eine dauerhafte Nachtruhe von 22 bis 6, am Wochenende bis 7 Uhr, am Flughafen DUS einzuführen.

Dazu Christoph Lange: „Warum sollte auch nicht einfach jede Airline, die nach 22 Uhr fliegen will, die Luftaufsicht um eine Ausnahmegenehmigung bitten müssen? Dann sind wirkliche Notfälle abgedeckt, und jeder hat für Ausnahmen Verständnis, wenn das Ganze transparent abläuft. Es ist erschreckend, dass die Regeln in Frankfurt strenger sind als hier, obwohl hier viel mehr Menschen, und dies auch noch mit weit höheren Lärmpegeln, betroffen sind. Es ist doch ein Unding, dass Kinder in Essen, Ratingen, Düsseldorf-Nord, Büderich und Kaarst erst um Mitternacht einschlafen können, um am nächsten Morgen um Punkt 6:00 Uhr wieder geweckt zu werden. Gesund und entwicklungsfördernd kann dies nicht sein. Und wenn man dann noch bedenkt, dass es sich ja nicht um wichtige Business- oder Interkontinentalflüge handelt, sondern es nur darum geht, dass ein mit Touristen aus ganz Deutschland vollge-stopfter Warmwasserflieger eine noch längere Runde fliegen kann, dann wird dieser ruinöse Wettbewerb zu Lasten der Gesundheit der Anwohner ausgetragen.“

Chr. Lange: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 02159-2367 (pr)

 


 


Bekanntmachung der Bezirksregierung Düsseldorf

Dezernat 26, Am Bonneshof 35, 40474 Düsseldorf

 

Antrag der Flughafen Düsseldorf GmbH vom 16.02.2015 i. d. F. vom 29.02.2016 bei der zuständigen Planfeststellungsbehörde, dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen auf Erteilung eines Planfeststellungsbeschlusses

Gegenstand des Planfeststellungsverfahrens (Vorhaben) ist die abschließende Zulassung

1. von tiefbaulichen Änderungen der vorhandenen Flughafenanlage, nämlich die Herstellung von insgesamt 8 neuen Flugzeug-Abstellpositionen sowie die Erweiterung von Flugbetriebsflächen (Rollweg-/Rollgassenanschlüsse im Vorfeldbereich) nebst weiteren Bodenversiegelungs-und Arrondierungsmaßnahmen sowie

2. von Änderungen der geltenden Betriebsregelungen, nämlich die Erhöhung der im Voraus planbaren Flugbewegungen in nachfragestarken Zeitstunden am Tage sowie eine bedarfsgerechte Anpassung der Nutzungsmöglichkeiten beider Start-und Landebahnen zur Abwicklung des Flugverkehrs (Erhöhung der Flugbe-wegungen von 47 auf 60 pro Stunde).

Zu den (Umwelt-)Auswirkungen des Vorhabens der FDG wird die Öffentlichkeit beteiligt. Die Bezirksregierung Düsseldorf führt das hierfür gesetzlich vorgesehene Anhörungsverfahren als zuständige Anhörungsbehörde durch.

Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann für die Dauer eines Monats Einsicht in die Antragsunterlagen nehmen und danach noch zwei Wochen lang Einwendungen gegen den Plan bzw. das Vorhaben schriftlich oder zur Niederschrift bei der Bezirksregierung Düsseldorf oder bei der Gemeinde, in der die Antragsunterlagen ausgelegt wurden, erheben.

Die Antragsunterlagen werden für die Dauer eines Monats, nämlich vom 25.05.2016 bis einschließlich 24.06.2016 im

Amt für Verkehrsmanagement

10. Etage, Zimmer 10.20

Auf'm Hennekamp 45

40225 Düsseldorf

zu folgenden Zeiten:

montags bis donnerstags von 7:30 Uhr bis 15:30 Uhr und freitags von 7:30 Uhr bis 13:30 Uhr

sowie in der

Bezirksverwaltungsstelle 5

Rathaus Kaiserswerth, 1. Etage

Kaiserswerther Markt 23

40489 Düsseldorf

montags bis donnerstags von 8:30 Uhr bis 15:30 Uhr und freitags von 8:30 Uhr bis 13:30 Uhr

zu jedermanns Einsicht öffentlich ausgelegt (Auslegungsfrist).

Einwendungen können bis einschließlich 08.07.2016 (Posteingang) bei den im Folgenden unter Ziffer 2 genannten Adressen erhoben werden (Einwendungsfrist).

Mit Ablauf dieser Frist sind alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen. Sie werden nicht mehr berücksichtigt.

Die Antragsunterlagen sind ebenfalls im Internet über den folgenden Link einsehbar: http://www.mbwsv.nrw.de

Es wird darauf hingewiesen, dass jedoch nur die tatsächlich vor Ort ausgelegten Antragsunterlagen (Papierfassung) für das Verfahren maßgeblich sind.

Ihre Einwendungen richten Sie bitte zum Aktenzeichen 26.01.01.01-PFV DUS an die

Bezirksregierung Düsseldorf

Dezernat 26

Am Bonneshof 35

40474 Düsseldorf

Das Erfordernis der vollständigen Namensangaben gilt auch und im Besonderen für Familien, die gemeinsam eine Einwendung verfassen: Es sind die Namen aller Familienmitglieder, für die die Einwendung gelten soll, leserlich anzugeben und von allen unterschriftsberechtigten Familienmitgliedern selbst zu unterzeichnen.

Eingangsbestätigungen werden nicht erteilt.

Grundsätzlich können Einwendungen nur schriftlich oder zur Niederschrift erhoben werden.

Eine Einwendung mittels einfacher Email entspricht somit nicht den gesetzlichen Anforderungen und bleibt daher unberücksichtigt.

 

Äußerungen zu diesem Verfahren -sei es schriftlicher oder mündlicher Art - die vor Auslegung des Antrags an das Verkehrsministerium oder die Bezirksregierung Düsseldorf oder nach dem 08.07.2016 gerichtet worden sind, können nicht als Einwendung im Verfahren (bzw. bei einer späteren Klage) berücksichtigt werden.